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Zivilrecht

Ungeachtet der strafrechtlichen Sanktion müssen die Täter auch mit möglichen zivilrechtlichen Ansprüchen der Geschädigten rechnen. Diese können ihre Ansprüche geltend machen und Schadenersatz fordern. Die Forderung ergeht immer an den Sprayer selbst.

Oft besteht in diesem Zusammenhang große Rechtsunsicherheit, da Eltern der Meinung sind, dass sie für ihre Kinder haften. Dem ist aber nicht so! Bis zum 7. Lebensjahr ist ein Kind generell vor Haftungsansprüchen geschützt. Im Schadensfall wird dann geprüft, ob die Eltern ihrer Aufsichtspflicht nachgekommen sind. Nur wenn dies verneint werden kann, können die Eltern haftbar gemacht werden.

Kinder ab dem 7. Lebensjahr sind für ihr Handeln zivilrechtlich haftbar. Sie können in einer Familienhaftpflicht mitversichert werden. Es ist aber wichtig zu wissen, dass vorsätzlich begangene Schäden, und dazu zählen auch die Schäden von Graffitis, von Versicherungen nicht ersetzt werden. Oftmals bezahlen die Eltern die Forderungen gegen ihre Kinder aus rechtlicher Unkenntnis, Scham oder um weiteren Ärger zu vermeiden. Im Sinne einer pädagogischen Konsequenz sollten die Kinder aber dann über das Taschengeld oder Ersatzleistungen in Haus und Garten einen eigenen Beitrag zur Schadensregulierung leisten.

Diese Kosten werden dem illegalen Sprayer in Rechnung gestellt. Ein zivilrechtlicher Anspruch hat 30 Jahre Gültigkeit und das Geld wird im Regelfall durch die Gerichtsvollzieher erpfändet, alle Jahre wieder.